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Respekt und Demut

 „We need common language to help us create awareness and understanding.”
(Brene Brown, The Gifts Of Imperfection)
 
Wir müssen eine gemeinsame Sprache finden, um Achtsamkeit, Umsicht und Verständnis
füreinander zu schaffen.“

Die Arbeit der amerikanischen Autorin und Wissenschaftlerin Brene Brown und die vieler WissenschaftlerInnen, PhilosophInnen, KünstlerInnen und AutorInnen bieten unter anderem über Definitionen einen Weg, sich selbst und die Welt besser verstehen zu können. Es ist der Versuch, einen Raum für ein Miteinander zu schaffen, eine gemeinsame Sprache, durch die wir uns begegnen können, ohne dass unser Ego sich dazwischendrängt. Sich Definitionen zu eigen machen heißt, Dinge für uns be-greifbar machen. Sprache zum Anfassen sozusagen. Es ist ein Schritt auf dem Weg zu ehrlichem Austausch.

Respekt und Demut befinden sich auf genau solch einemSpektrum. Folgende Definitionen sind meine eigenen, im Gespräch mit Freunden und Familie entstandenen Versuche, dieses Miteinander, diese gemeinsame Sprache zu berühren.

Respekt ist die Anerkennung einer Person oder ihrer Leistung oder ganz grundsätzlich einer Situation, ohne dass diese mit meinen moralischen Werten oder meiner persönlichen Meinung übereinstimmen muss. Respekt baut auf Ebenbürtigkeit auf. Respekt und Würde stehen Hand in Hand und bedingen sich gegenseitig. Während ich Würde für mich einnehme, bringe ich Respekt entgegen. Das eine ist uns intrinsisch eigen, während das andere nach außen gerichtet ist.

Demut ist setzt den Glauben oder die Überzeugung voraus, dass etwas Größeres als die eigene Person oder Weltanschauung existiert. Es ist die Akzeptanz, dass wir uns immer zwischen subjektivem Wissen und generellem Unwissen, zwischen unserer eigenen Perspektive und der großen Realität befinden. Es ist das Staunen über das Leben selbst. Demut ist auch verbunden mit einer tief in uns empfundenen Ehrfurcht gegenüber dem, was IST.
 
Die Verinnerlichung dieser beiden Begriffe stemmt sich gegen Verachtung und Hass, gegen Egoismus und Zerstörung. Respekt erinnert uns daran, uns auf Augenhöhe zu begegnen. Demut ist kein gesenkter Blick, sondern eine ausgestreckte Hand hin zu all dem, was uns fremd und unverständlich erscheint. Respekt und Demut zeigen uns die Stärke und die Grenzen, was wir sein können und was wir sind. Menschen.

Text von Lukas Ochs


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Was ist der Mensch